Goldkatze

Einen Teil des eigenen Vermögens in Gold zu investieren, zählt in Deutschland neben den klassischen Sparkonten zur beliebtesten Anlageform. Die Volksbank in Südwestfalen eG erklärt Ihnen, welche Steuervorteile Sie mit einer Goldanlage genießen.

Einen gewissen Wert werden Edelmetalle immer behalten. Deshalb gilt eine Investition in Gold als besonders sicher, vor allem in Krisenzeiten. Wenn Sie etwa 10 Prozent Ihres Anlagevermögens in Gold anlegen, besitzen Sie jederzeit eine sichere Reserve.

 

Goldbarren

Mehrwert- und Einkommenssteuer sparen

Gold, welches bestimmte Kriterien erfüllt, wird als Anlagegold bezeichnet und darf in Deutschland mehrwertsteuerfrei gehandelt werden. Dazu zählen Barren, Plättchen und typische Anlagemünzen. Wir erklären Ihnen, wie Sie Anlagegold erkennen und was Sie beachten müssen, um die Steuervorteile optimal auszunutzen.

Goldmünzen

Damit Goldmünzen im Handel von der Mehrwertsteuer befreit werden, müssen sie einen Feingehalt von mindestens 900/1.000 aufweisen. Außerdem müssen Goldmünzen im Herkunftsland gesetzliches Zahlungsmittel sein oder gewesen sein. Außerdem dürfen sie nur zu einem Preis verkauft werden, der den Marktwert des Goldgehalts um nicht mehr als 80 Prozent übersteigt. Zu den gängigen Anlagemünzen, die diese Voraussetzungen erfüllen, zählen „Krügerrand“, „Maple Leaf“, „Wiener Philharmoniker“, „Känguru“, „China Panda“ und in der Regel auch der „Goldeuro“.

Goldbarren und Plättchen

Goldbarren und Plättchen müssen einen Feingehalt von 995/1.000 aufweisen, um im Handel von der Mehrwertsteuer befreit zu werden. Die gängigen Barren der Hersteller „Heraeus“, „Umicore“, „Argor Heraeus“, „Valcambi“ und „Metalor“ erfüllen diese Voraussetzungen.

Anlagegold wieder verkaufen

Verkaufen Sie Ihr Gold, nachdem Sie es nur für kurze Zeit besessen haben, fällt eine Einkommenssteuer nach dem persönlichen Steuersatz der Verkaufsperson an. Allerdings gibt es eine Freigrenze von 600 Euro. Wird diese nicht überschritten, ist der Gewinn steuerfrei.

Besitzen Sie Ihr Gold schon länger als ein Jahr, entfällt die Einkommenssteuer komplett. Auch die Freigrenze spielt dann keine Rolle mehr.

 

Steuern bei Goldminenaktien

Anders als beim Kauf von Anlagegold wird bei Goldminenaktien nicht in physisches Gold investiert. Stattdessen erwerben Sie Aktien von Unternehmen, die das Edelmetall in Minen abbauen und auf dem Weltmarkt handeln. Gewinne aus Goldminenaktien unterliegen, wie alle Aktiengewinne, der Abgeltungssteuer. Diese beträgt 25 Prozent und kann, falls vorhanden, mit Ihren Verlusten verrechnet werden. Sind Sie Mitglied einer Kirchengemeinde, kommt die Kirchensteuer hinzu. Die Steuern werden direkt von der depotführenden Bank an das Finanzamt überwiesen.

Pro Jahr gibt es einen Freibetrag von 801 Euro auf Ihre Gewinne. Diesen können Sie geltend machen, indem Sie einen Freistellungsauftrag bei Ihrer depotführenden Bank einreichen.

 

Goldkette

Verkauf von Gold- und Silberschmuck

Bei wertvollem Gold- und Silberschmuck handelt es sich meist um Erbstücke, die eventuell unter Sammlern begehrt sind. Verkaufen Sie Ihren Schmuck als Privatperson, fallen keine Steuern auf die Gewinne an. Wir empfehlen jedoch, nicht öfter als drei bis fünf Mal im Jahr Schmuck zu veräußern. Die Steuerbehörden könnten andernfalls eine gewerbliche Absicht unterstellen.

 

Gold in der Steuererklärung

Da beim Kauf und Verkauf von Gold in den meisten Fällen keine Steuern anfallen, können Sie auch in Ihrer Steuererklärung keine Kosten geltend machen. Wenn Sie verkauftes Gold nur für kurze Zeit besessen und außerdem noch andere Edelmetalle verkauft haben, müssen Sie den gesamten Gewinn versteuern, sobald dieser die Freigrenze von 600 Euro überschreitet. Dies gilt auch, wenn der anteilige Goldgewinn unter der Freigrenze liegt. In diesem Fall müssen Sie auch den gesamten Gewinn in Ihre Steuererklärung aufnehmen.

 

Jetzt beraten lassen bei der Volksbank in Südwestfalen eG

Die Private Banking-Betreuer der Volksbank in Südwestfalen eG beraten Sie gerne über die aktuelle Goldmarktsituation. Wir erklären Ihnen die verschiedenen Formen der Anlagemöglichkeiten und werfen gemeinsam einen Blick in die Zukunft der Edelmetalle.