Risikoklasse, Renditeerwartung, nachhaltige Geldanlagen, Risikostreuung… Gerade für Börsenneulinge scheint die Terminologie des Wertpapierdschungels zunächst verwirrend. Wie soll man sich darin zurechtfinden und damit auch noch eine möglichst gute Rendite einfahren? Wir verraten Ihnen, welche Bausteine in jedes Portfolio gehören, damit auch Sie von diesen Renditeaussichten profitieren können – und das auch schon bei niedrigem Risiko.

 

Warum sollte ich überhaupt in Wertpapiere investieren

Auch wenn in der öffentlichen Debatte gerne von der aktuellen „Niedrigzinsphase“ gesprochen wird: Real handelt es sich eher um eine „Nichtzinsphase“ oder sogar eine „Negativzinsphase“. Denn mittlerweile ist die Inflationsrate höher als die reale Verzinsung von klassischen Finanzprodukten wie dem Tages- oder Festgeldkonto. Einfach ausgedrückt: Die Preissteigerungen von Gütern oder Dienstleistungen sind höher als die Verzinsung Ihres Geldes auf Ihrem Bankkonto. De facto verlieren Sie dadurch also Geld und verdienen nichts dazu.

Wer auch heute noch sein Geld für sich arbeiten lassen will, der sollte deshalb in Wertpapiere investieren. Das empfiehlt sich vor allem für Privatpersonen. Denn mit

  • einfachen und günstigen börsengehandelten Fonds (den sogenannten ETFs) oder Indexfonds, die automatisiert einen Börsenindex abbilden,
  • Online Depots, die einen transparenten Einblick in die eigenen Finanzen gewähren und
  • praktischen Fondssparplänen

sind die Hürden für den Börseneinstieg heutzutage so gering wie nie zuvor.

Diversifikation oder Risikostreuung: Was bedeutet das?

Zunächst empfiehlt es sich, nicht in eine einzelne Anlage zu investieren, sondern ein Portfolio aus verschiedenen Wertpapieren zusammenzustellen. Der Grund dafür liegt im Anlagerisiko, das so auf verschiedene Schultern verteilt wird: Während jede einzelne Aktie zwar theoretisch eine hohe Rendite einfahren kann, so birgt sie gleichermaßen auch das Risiko des totalen Verlusts.

In einem risikooptimiert zusammengestellten Portfolio sorgen daher immer mehrere Bausteine aus verschiedenen Branchen oder Assetklassen (also beispielsweise Aktien, Anleihen oder Immobilien) dafür, dass Verluste bei einem Wertpapier durch Gewinne bei einem anderen ausgeglichen werden.

Welche Bausteine gehören ins Portfolio?

Erinnern wir uns an das Ziel Ihres Portfolios: Sie möchten bei möglichst geringem Risiko eine möglichst hohe Rendite einfahren. Daher sollte Ihr Portfolio zumindest einen Sicherheitsbaustein und einen Renditebaustein enthalten. Innerhalb dieser Bausteine sollten Sie abermals diversifizieren. Dabei müssen Sie auch nicht eigenständig Branchenentwicklungen wälzen, um sich die besten Wertpapiere herauszupicken. Mit Investmentfonds wie Aktien- und Rentenfonds erhalten Sie Anteile von verschiedenen Wertpapieren, die in ihrer Zusammensetzung bereits risikooptimiert sind. Als Sicherheitsbaustein eignen sich beispielsweise wertstabilere Rentenfonds, als Renditebaustein renditestärkere, aber auch stärker wertschwankende Aktienfonds.

Nachhaltiges Portfolio: Guten Gewissens zu Geld kommen

Ein weiterer Baustein, den Sie Ihrem Portfolio hinzufügen können, sind nachhaltige Geldanlagen. Diese erfüllen sogenannte ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance, also Umweltaspekte, Soziale Kriterien und Führungsstandards) und investieren beispielsweise nicht in Branchen wie Rüstung, Tabak oder Glücksspiel. Auch Aktien von nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen können als nachhaltige Geldanlagen bezeichnet werden. Anlagen dieser Art sind weit mehr als etwas Beruhigung für das gute, ökologische Gewissen: Der globale Megatrend Nachhaltigkeit ist ein echter Wachstumsmarkt, nachhaltige Produkte und Dienstleistungen werden immer stärker nachgefragt. Hier verbirgt sich also auch ein richtig gutes Renditepotential.

Die richtigen Schwerpunkte im Portfolio setzen

Wo bei der Zusammenstellung des eigenen Portfolios die Schwerpunkte gesetzt werden, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • der individuellen Risikoneigung,
  • dem gewünschten Anlagehorizont, über den man über sein Kapital verfügen kann,
  • von eigenen Wertvorstellungen und von der privaten und finanziellen Lebenssituation.

So lohnt sich ein Investment in potentiell renditestärkere Aktien beispielsweise vor allem für Anleger mit einem langen Atem: Denn wer für eine längere Zeit auf sein investiertes Geld verzichten kann, kann gegebenenfalls auftretende, vorübergehende Kursschwankungen einfach aussitzen. Wer bei der kleinsten Bewegung im Depot hingegen schon nervös wird, ist mit einem mehrheitlich aus wertstabilen Anleihen bestehenden Portfolio besser beraten.

Und wen bisher der Gedanke, dass sein Geld in für das eigene Ermessen ethisch bedenkliche Unternehmen investiert werden könnte, vom Kauf von Wertpapieren wie Fonds abgehalten hat, der kommt mit nachhaltigen Anlagen auf seine Kosten.

Nach der Beobachtung und Analyse der derzeitigen wirtschaftlichen Lage und verschiedener Anlagestrategien lässt sich sagen, dass das eigene Portfolio aus mindestens 40 bis 50 Prozent renditestarken Aktien bestehen soll.

Was ist ein Fondssparplan?

Ein Portfolio muss nicht durch die einmalige Zahlung einer größeren Summe zusammengestellt werden. Gerade für Anleger, die mit dem Vermögensaufbau beginnen möchten, ohne vorab über große Rücklagen zu verfügen, eignen sich Fondssparpläne. Damit kann über einen flexiblen Zeitraum durch die regelmäßige Einzahlung kleinerer Beträge ein großer Betrag angespart werden.

Bei dieser Variante des Sparvertrags wird mit einer vorab festgelegten Summe, beispielsweise jeden Monat 100 Euro, in ebenfalls vorab festgelegte Fonds oder ETFs investiert. Die Sparrate kann dabei nicht nur monatlich, sondern beispielsweise auch vierteljährlich eingezahlt und zudem flexibel der jeweiligen finanziellen Lebenssituation angepasst werden.

Das optimale Portfolio – eine reine Typsache?

Um die Eingangsfrage zu beantworten: Es gibt nicht das eine optimale Portfolio. Es gibt genauso viele unterschiedliche optimale Portfolios, wie es Anleger gibt. Denn was als „optimal“ gelten kann, setzt sich aus vielen unterschiedlichen, individuellen Faktoren zusammen. Sofern Sie die Grundregeln zur Risikooptimierung beachten, können Sie sich also bei der Zusammenstellung Ihres Portfolios ganz an Ihren eigenen Werten, Vorlieben und Risikoneigungen orientieren.

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Quellen:

https://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/sparen-und-geld-anlegen/etf-selbst-ein-portfolio-zusammenstellen-13016313-p2.html

https://www.aktiendepot.de/ratgeber/fondssparplan/