Pärchen füllt Anträge aus

Nachwuchs zu bekommen, ist nicht nur wunderschön, sondern verändert Ihr ganzes Leben. Bevor Sie das Familienglück richtig genießen können, kommt allerdings eine ganze Ladung Papierkram auf Sie zu. Damit Sie den Durchblick behalten und Ihr Kind gut ins Leben starten kann, hat die Volksbank in Südwestfalen eG eine Übersicht aller wichtigen bürokratischen Stolpersteine für Sie erstellt.

Ein neues Baby erblickt das Licht der Welt und natürlich wollen Sie als Eltern perfekt vorbereitet sein. Als wäre ein solches Ereignis nicht aufregend genug, müssen Sie vor und nach der Geburt jede Menge Anträge stellen, Versicherungen abschließen und Anmeldungen vornehmen. Keine Panik! Wir helfen Ihnen ganz unkompliziert.

Vaterschaftsanerkennung

Die Vaterschaftsanerkennung für Unverheiratete und Singles kann schon während der Schwangerschaft beim Jugend- oder Standesamt beantragt werden. Sie wird benötigt, um den Namen des Vaters in die Geburtsurkunde eintragen zu können. Um die Vaterschaftsanerkennung zu beantragen, benötigen Sie Ihre Personalausweise, Geburtsurkunden von Mutter und Vater des ungeborenen Kindes sowie den Mutterpass, um den errechneten Geburtstermin nachzuweisen. Verheiratete Paare benötigen keine Vaterschaftsanerkennung. Es wird davon ausgegangen, dass der Ehemann der Vater des Kindes ist.

Mutterschaftsgeld

Angestellte und gesetzlich krankenversicherte Mütter haben Anspruch auf Mutterschaftsgeld. Die Zahlungen erfolgen in den letzten sechs Wochen vor der Geburt und in den ersten acht Wochen nach der Geburt. Das Mutterschaftsgeld muss mindestens sieben Wochen vor dem errechneten Geburtstermin bei der Krankenkasse beantragt werden. Dafür benötigen Sie eine Arbeitgeberbescheinigung sowie eine Bescheinigung über den Geburtstermin vom Frauenarzt.

Elterngeld

Das Elterngeld soll Einkommensausfälle in der Betreuungszeit des Nachwuchses auffangen. Die Höhe richtet sich nach Ihrem bisherigen Nettoeinkommen und beträgt 65 Prozent davon, maximal allerdings 1.800 Euro im Monat. Als Eltern stehen Ihnen gemeinsam insgesamt 14 Monate Basiselterngeld zu, wenn Sie sich beide an der Betreuung beteiligen und Ihnen dadurch Einkommen wegfällt. Sie können die Monate frei untereinander aufteilen. Ein Elternteil kann dabei mindestens zwei und höchstens zwölf Monate für sich in Anspruch nehmen. Beantragen können Sie das Elterngeld bei Ihrer zuständigen Elterngeldstelle. Dafür benötigen Sie Ihre Einkommensnachweise der letzten zwölf Monate vor der Geburt sowie die Geburtsurkunde Ihres Kindes.

Elternzeit

Die maximal mögliche Dauer der Elternzeit beträgt für jedes Elternteil drei Jahre. Anmelden müssen Sie die Elternzeit schriftlich mindestens sieben Wochen vor Beginn bei Ihrem Arbeitgeber. Im Schreiben müssen Sie auch angeben, wie Sie die ersten 24 Monate der Elternzeit gestalten möchten. Auch wenn das Kind geboren ist, sind Sie verpflichtet Ihrem Arbeitgeber Meldung zu machen.

Kindergeld

Jedes Kind in Deutschland hat Anspruch auf Kindergeld. Den Antrag auf Kindergeld können Sie bereits vor der Geburt stellen, denn die Bearbeitungszeit kann bis zu zwei Monate in Anspruch nehmen. Die Zahlungen beginnen im Geburtsmonat und werden auch rückwirkend gewährt. Für die Antragstellung wenden Sie sich an Ihre zuständige Familienkasse. Dazu benötigen Sie nur die Geburtsbescheinigung Ihres Kindes. Diese kann selbstverständlich auch nachgereicht werden. Die Höhe des Kindergeldes beläuft sich auf derzeit 219 Euro für das erste und zweite Kind, 225 Euro für das dritte Kind und 250 Euro ab dem vierten Kind.

Kinderbetreuungsplatz

Damit Ihr Kind nach Ihrer Elternzeit ausreichend betreut werden kann, sollten Sie sich schon während der Schwangerschaft nach einem Betreuungsplatz, beispielsweise in einer Kindertagesstätte, umsehen. Angebote gibt es sowohl von freien Trägern als auch vom Jugendamt. Einzureichende Unterlagen erfragen Sie am besten bei der gewählten Einrichtung.

Geburtsurkunde

Wenn Ihr Kind geboren ist, müssen Sie es binnen einer Woche beim Standesamt anmelden. Falls Ihr kleines Wunder noch keinen Namen bekommen hat, müssen Sie diesen nun ebenfalls endgültig festlegen. Im Standesamt erhalten Sie auch Ihre Geburtsurkunde. Wenn Sie Ihr Baby in einem Krankenhaus zur Welt bringen, übernimmt dieses die Anmeldung automatisch, sodass Sie sich darum nicht zu kümmern brauchen. Fragen Sie im Zweifel einfach nach!

Um die Anmeldung durchführen zu können, brauchen Sie Ihren Personalausweis, Ihre Heiratsurkunde (bei Unverheirateten eine Vaterschaftsanerkennung) sowie die Geburtsbescheinigung Ihres Kindes. Beglaubigte Kopien der Geburtsurkunde benötigen Sie für alle zukünftigen Anträge, zum Beispiel für den Kindergeldantrag, aber auch für die erste Sparkontoeröffnung Ihres Nachwuchses. Lassen Sie sich also zwei oder drei Abschriften der Geburtsurkunde Ihres Kindes aushändigen.

Glückliches Paar

Einwohnermeldeamt

In der Regel wird Ihr Nachwuchs automatisch beim Einwohnermeldeamt angemeldet. Dennoch sollten Sie sich zur Sicherheit erkundigen, ob dies geschehen ist. Im selben Zug können Sie Ihr Kind auf Ihrer Lohnsteuerkarte eintragen lassen sowie, falls gewünscht, einen Kinderreisepass beantragen.

Krankenversicherung

Besonders wichtig ist es, dass Ihr Kind direkt nach der Geburt ausreichend abgesichert ist. Eine Krankenversicherung ist außerdem Pflicht in Deutschland. Informieren Sie deshalb Ihre Krankenkasse über die Geburt und reichen Sie alle Unterlagen, die Ihnen zugesendet werden, ausgefüllt wieder dort ein. Ihr Kind wird im Regelfall kostenlos bei Ihnen mitversichert.

Sind Sie privat versichert, können möglicherweise andere Regelungen gelten. Informieren Sie sich deshalb rechtzeitig bei Ihrer Versicherung. Als zusätzlichen Schutz für Ihren Nachwuchs empfiehlt die Volksbank in Südwestfalen die Kinderversicherung mit den Bausteinen Kapitalbildung, Gesundheits- und Unfallvorsorge.

Steuererklärung

Erhalten Sie Elterngeld, ist die Steuererklärung von nun an Pflicht für Sie. Außerdem können Sie alle Untersuchungen und Behandlungen während der Schwangerschaft und nach der Geburt, die nicht von der Krankenkasse übernommen wurden, geltend machen. Auch eine Haushaltshilfe kann von der Steuer abgesetzt werden. Wir empfehlen Ihnen eine ausführliche Beratung.

Kinderfreibetrag

Beim Kinderfreibetrag handelt es sich um einen bestimmten Betrag im Jahr, der Ihnen steuerfrei gestellt wird. Diesen müssen Sie beim Finanzamt beantragen. Dazu benötigen Sie den ausgefüllten Antrag auf Lohnsteuerermäßigung. Im selben Zug können Sie, falls benötigt, einen Kindergeldzuschlag erhalten.

Mit der Volksbank in Südwestfalen rundum versorgt

Die Volksbank in Südwestfalen berät Sie gerne in Sachen Familienabsicherung und finanzielle Zukunft Ihres Nachwuchses. Prüfen Sie in jedem Fall Ihre Versicherungsverträge. Besitzen Sie beispielsweise eine private Altersvorsorge, können sich die Konditionen bei Familienzuwachs ändern. Haben Sie noch keine Berufsunfähigkeitsversicherung? Dann wird es nun höchste Zeit! Des Weiteren bietet Ihnen die Volksbank in Südwestfalen die verlässliche Unfallversicherung für Sie und Ihre Familie sowie die vorausschauende Kindervorsorge.

Gerne werfen wir gemeinsam mit Ihnen einen Blick auf Ihre Versicherungslage und finden das optimale Absicherungspaket.